Trag eure Eckdaten ein – die Berechnung startet sofort. Alle Werte lassen sich später jederzeit anpassen.
Sobald Kapital zur Deckung der Rentenlücke entnommen wird, fällt auf den Gewinnanteil jeder Entnahme Kapitalertragsteuer an. Das bedeutet: um netto z.B. 500 € zu bekommen, muss mehr entnommen werden – der Überschuss geht ans Finanzamt. Das Depot schrumpft dadurch schneller als ohne Steuer.
Das Modell trennt sauber zwischen zwei Gewinnquellen:
Beim Renteneintritt ergibt sich daraus ein gewichteter Gesamtgewinnanteil über das gesamte Kapital.
Bei jeder Entnahme gilt: Bruttoentnahme = Nettobedarf ÷ (1 − Gewinnanteil × Steuersatz)
Beispiel: Nettobedarf 500 € · Gewinnanteil 60 % · Steuersatz 26,375 %
→ Steuer: 500 × 0,60 × 0,26375 = 79,13 €
→ Bruttoentnahme: 579,13 € · das Depot verliert 579 € statt 500 €
Dieser Effekt summiert sich über die gesamte Rentenphase und kann das Kapital deutlich früher erschöpfen.
| Situation | St-Satz |
|---|---|
| Keine Kirchensteuer | 26,375 % (25 % KESt + 5,5 % Soli) |
| Mit Kirchensteuer (8 %) | ca. 27,82 % |
| Mit Kirchensteuer (9 %) | ca. 27,99 % |
| Günstigerprüfung (niedr. Eink.) | persönl. Steuersatz, ggf. < 25 % |
| Steuerregel bei Umzug ins Ausland | bis 0 % möglich |
Für eine genaue Steuerplanung empfiehlt sich ein Steuerberater.
Trag die Bruttorente aus deiner Renteninformation ein und schätze den effektiven Steuersatz (oft 10–20 %). Der Rechner berechnet daraus automatisch die Nettorente, die dann in die Simulation einfließt.
| Rentenbeginn | Steuerpfl. Anteil | Beispiel Brutto 1.500 € |
|---|---|---|
| 2025 | 83 % | ca. 1.245 € steuerpfl. |
| 2030 | 88 % | ca. 1.320 € steuerpfl. |
| 2035 | 93 % | ca. 1.395 € steuerpfl. |
| ab 2058 | 100 % | voll steuerpfl. |
Faustformel: Viele Rentner zahlen auf ihre gesetzliche Rente effektiv 10–20 % Steuern auf den Bruttobetrag. Bei 1.500 € Brutto → Steuer ca. 10–20 % → Netto ca. 1.200–1.350 €.
Paare können Rentenpunkte untereinander ausgleichen (z.B. wenn ein Partner lange in Teilzeit gearbeitet hat). Das ist im Scheidungsfall gesetzlich geregelt, kann aber auch freiwillig durch Einzahlungen in die Rentenkasse des Partners erfolgen. Ergebnis: gleichmäßigere Rentenansprüche, was besonders nach dem Tod eines Partners die finanzielle Lage des Überlebenden verbessert. → Die angepassten Bruttorenten eintragen.
Betriebliche Altersvorsorge, Riester, Rürup, private Rentenversicherungen oder andere regelmäßige Bezüge können als Weitere Rente unten hinzugefügt werden. Jede Rente erhält einen eigenen Namen, Anfangsjahr, Betrag und optionale Steigerungsrate. Als Nettobetrag erfassen.
Nettomieteinnahmen (nach Verwaltungskosten, Instandhaltungsrücklage) als monatlichen Betrag eintragen. Jährliche Mietsteigerung modellieren: Mehrere Einträge mit steigendem Betrag für verschiedene Zeiträume — z.B. 800 €/Monat 2026–2035, dann 950 €/Monat 2036–2050. Kosten für die Immobilie bitte unter Zusätzliche Ausgaben erfassen.
Einmalzufluss: Von Jahr = Bis Jahr = Erwartetes Zuflussjahr. Das kann ein enormer Hebel sein — besonders wenn er früh kommt.
Empfohlenes Vorgehen für eine Mietimmobilie:
Statistisch benötigt einer von zwei Partnern im hohen Alter Pflege. Heimkosten liegen heute bei 3.000–5.000 €/Monat (Eigenanteil nach Pflegeversicherung ca. 2.000–3.500 €). Empfehlung: Eine Phase mit erhöhten Ausgaben ab Alter 80 für 5–10 Jahre einplanen — das ist einer der größten Risikohebel für Paare.
Beispiel: 2.500 €/Monat, 2045–2055 (jährlich 30.000 €).
Einmaliger oder mehrjähriger Mehrbedarf: z.B. 30.000 €/Jahr für 2 Jahre → Von Jahr = Bis Jahr (einmalig) oder Von–Bis für mehrere Jahre. Gib den Betrag in heutiger Kaufkraft an — der Rechner inflationiert ihn automatisch.
Autokosten lassen sich auf zwei Arten modellieren:
Für eine Mietimmobilie oder das eigene Haus empfiehlt sich:
Einnahmen aus der Immobilie bitte unter Zusätzliche Einnahmen erfassen.
Die Grundsparrate (Beide berufst. / Einer berufst. oben in den Partnerdaten) gilt ab Simulationsstart. Jede Zeile hier überschreibt die Rate ab dem angegebenen Jahr – und gilt dann bis zur nächsten Änderung oder bis zum Renteneintritt.
Auch ohne Crash-Ereignis kann die Marktrendite dauerhaft sinken – z.B. in einer Niedrigzinsphase oder bei defensiver Umschichtung. Modelliere das mit „Ab Jahr X“ und einer niedrigeren Rendite.
Viele Paare schichten kurz vor Rente in sicherere Anlagen um (z.B. von 7 % auf 4 %). Trag das als Renditeänderung ab deinem Renteneintrittsalter ein.
Mit „Von Jahr – Bis Jahr“ lässt sich auch eine Phase erhöhter Rendite einplanen – z.B. wenn du in den nächsten 5 Jahren höhere Gewinne erwartest. Danach gilt wieder die Grundrendite.
Tipp: Für starke, einjährige Einbrüche nutze lieber den Crash-Test oben.
Nach Phasen wie 2021–2023 wissen wir: Inflation kann unerwartet stark steigen. Trag eine höhere Rate für einen bestimmten Zeitraum ein, um zu sehen, wie dein Plan damit umgeht.
Ältere Menschen geben überproportional viel für Gesundheit und Pflege aus – beides steigt stärker als der allgemeine Verbraucherpreisindex. Eine höhere Inflation ab Alter 75–80 ist ein realistisches Szenario (z.B. 3,5 % statt 2 %).
Niedrige oder negative Inflation ist selten, aber möglich. Sie wirkt wie eine reale Renditeerhöhung – aber auch reale Rentensteigerungen werden dann geringer.
Statt eines einzigen „besten Schätzwerts“ rechnet die Simulation hunderte bis tausende alternative Zukunftsszenarien durch. In jedem Szenario schwankt die monatliche Rendite zufällig um den von dir eingestellten Mittelwert — so entsteht ein realistisches Bild möglicher Kapitalverläufe statt einer einzigen glatten Kurve.
| Einstellung | Bedeutung | Hinweis |
|---|---|---|
| Anzahl Simulationen | Wie viele zufällige Szenarien berechnet werden. Mehr = stabilere Ergebnisse, aber langsamer. | 500 ist ein guter Kompromiss; 2.000 für Präzision. |
| Volatilität p.a. (%) | Standardabweichung der jährlichen Rendite. Beschreibt, wie stark die Rendite um den Mittelwert streut. | 12 % entspricht typischen Aktien-ETFs. Anleihen: 4–6 %, Mischportfolio: 8–12 %. |
| Konfidenz-Band | Zeigt den Bereich, in dem x % aller Simulationen enden. Das Band gibt Ober- und Untergrenze an. | 90 % bedeutet: 5 % enden schlechter, 5 % besser als das Band. |
| Band | Wann sinnvoll? | Vorsicht |
|---|---|---|
| 80 % (10/90) | Für eine erste, grobe Orientierung oder wenn du bereits viel Puffer hast. Das Band ist schmal – gut lesbar, aber ignoriert die 20 % extremsten Szenarien. | Unterschätzt das Risiko in turbulenten Marktphasen. |
| 90 % (5/95) | Empfehlung für die meisten Nutzer. Guter Kompromiss zwischen Breite und Aussagekraft. Das untere Band entspricht einem wirklich schlechten, aber nicht extremen Börsenverlauf. | – |
| 95 % (2,5/97,5) | Wenn du sicherheitsorientiert planst oder wenig Spielraum hast. Das untere Band zeigt fast das Worst-Case-Szenario – ideal zum Stresstest deines Plans. | Das Band wird sehr breit; für optimistische Planer eher entmutigend. |
Faustregel: Plane so, dass du auch mit dem unteren Band deines gewählten Konfidenzbereichs noch ausreichend Kapital hättest.
Jeder Monat zieht eine log-normal-verteilte Zufallsrendite mit μ = ln(1+r)/12 − σ²/2 und σ = Volatilität/√12. Die Methode ist ein vereinfachter geometrischer Brownian Motion-Ansatz ohne Korrelation zu Inflation oder Rentenhöhe.